Vatikanstadt, V

Berliner Mauer im Vatikan

Standort: am Rand der vatikanischen Gärten

1 Segment aus der Waldemarstraße

 

Der 1952 in Rom geborene Marco Piccininni enstammt einer angesehenen Industriellen-Familie mit guten Kontakten in den Vatikan. So ist es wohl zu erklären, dass Piccini sein 1990 in Monte Carlo ersteigertes Segment noch im selben Jahr Papst Johannes Paul II schenkte. Letzterer hatte schließlich eine ganz besondere Beziehung zur Mauer: Papst Johannes Paul II hatte maßgeblichen Einfluss auf den Anfang vom Ende der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa.

Das Geschenk Piccininnis wurde wenige Jahre später etwas außerhalb der vatikanischen Gärten eingeweiht.

Dieses Segment dürfte in Monte Carlo nicht ganz günstig gewesen sein: Darauf zu sehen ist ein Teilstück einer Arbeit des iranischen Künstlers Yadegar Asisi, der gegenwärtig vor allem wegen seiner Panoramen bekannt ist.
Durch den Mauerbau wurde die Gemeinde St. Michael geteilt. Für einen Großteil der Gläubigen war ihre jetzt jenseits der Mauer liegende Kirche nicht mehr erreichbar. Die illusionistische Malerei Mauerdurchblick ersetzt den durch die Mauer verstellten, tatsächlichen Blick vom Westteil Berlins auf die Sankt-Michael-Kirche im heutigen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Mehr dazu und ein Foto des Segments finden sich hier.

Zum Vergrößern aufs Bild klicken:
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Foto oben und Hintergrund:
© Roberto Addei, CC BY NC ND 3.0 via Panoramio

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