Standort: Seydaland Vereinigte Agrarbetriebe
mehr als 300 Segmente
Rund 500 laufende Meter Berliner Mauer stehen verteilt auf drei Hallen der Seydaland Vereinigte Agrarbetriebe in Seyda im Landkreis Wittenberg.
Seydaland ist nach dem Fall der Mauer aus einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft hervorgegangen. In einem Zeitungsinterview erinnert sich der heutige Geschäftsführer: „Durch unzeitgemäße Technik war der Betrieb aber nicht sehr produktiv.“ Um die Beschäftigten trotzdem in Lohn und Brot halten zu können, „wurde nach jedem Strohhalm gegriffen“.
Ein solcher war ein sogenanntes EU Interventionslager, in denen im Rahmen der EU-Agrarpolitik zuvor aufgekauftes überschüssiges Getreide aufbewahrt wurde. Dazu mussten die Seydaland Hallen jedoch verstärkt werden. Reste der Berliner Mauer waren dafür bestens geeignet, da dies der ursprüngliche Zweck der Bauform dieser Betonelemente war. Kurzerhand wurden zurückgebaute Mauerteile 1993 aus Berlin geholt und in den Lagerhallen und Stallungen aufgestellt.
„Wenn sich Schüler heute unsere Milchproduktion anschauen, dann zeige ich ihnen oft auch die Mauer. Viele wissen damit nichts mehr anzufangen, sind aber interessiert.“
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Foto oben und Hintergrund:
© Seydaland Vereinigte Agrarbetriebe